Zündung

Die Zündung bedeutet das Entflammen des Kraftstoff-Luft-Gemischs im Brennraum eines Verbrennungsmotors. Hierbei muss zwischen Ottomotoren und Dieselmotoren unterschieden werden, da der Brennstoff im Dieselmotor selbstständig entzündet (Selbstzündung).
Beim Ottomotor zündet ein Hochspannungsfunke an der Zündkerze das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch. Hier kommt es nicht, wie oft angenommen, zu einer schlagartigen Explosion, sondern zu kontrollierter Verbrennung. Das bedeutet, dass das Kraftstoff-Luft-Gemisch durch den Zündfunken entzündet wird und dann nach und nach verbrennt, bis es komplett verbrannt ist.

Der Zündzeitpunkt spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Zu früh gezündet, kann es zu unkontrollierbaren Verbrennungsvorgängen kommen. Durch die hohe Beanspruchung von Kolben und Zylinderkopf kann es im schlimmsten Fall zur Zerstörung des Motors kommen. Weiterhin kann sich auch die Leistungsstärke verringern, da sich die Abgaszusammensetzung verschlechtert.
Bei zu spät gewähltem Zündzeitpunkt kommt es zu höherem Kraftstoffverbrauch, Überhitzungsproblemen und auch hier im schlimmsten Fall zur Zerstörung des Motors.

Da es dabei oft zu Verschleiß an den Zündkontakten führt, werden stattdessen oft Transistoren eingesetzt – die sogenannte Transistorzündanlage.
Ein in den Verteiler eingebauter Hallgeber liefert hier die Informationen, wann gezündet werden muss.
Weiterhin wird durch einen Rotor (Verteilerfinger) der Zündfunke auf die einzelnen Zylinder verteilt.

Bei neuen Fahrzeugen wird oft eine vollelektronische Zündanlage eingebaut. Der Vorteil bei dieser ist, dass sie keine beweglichen Bauteile mehr hat (wie den Verteilerrotor).
Aus diesem Grund wird sie auch ruhende Zündanlage genannt.
Hier wird der Zündzeitpunkt durch ein Motorsteuergerät, durch Berechnung verschiedener Signale ermittelt. Dadurch ist die Zündung zum optimalen Zeitpunkt gesichert.


Weitere Bestandteile der Zündung:


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