Auflasten und Ablasten vom Fiat Ducato: Vorgehen, Vorteile und Probleme

Urlaub mit Wohnmobilen ist immer beliebter. Kein Wunder, schließlich ist man flexibel und (relativ) ortsungebunden unterwegs. Außerdem hat man immer alles dabei und richtet sich nach den eigenen Wünschen ein. Da kommt schnell einiges zusammen und plötzlich ist das Gesamtgewicht überschritten – dann ist Auflasten der einzige Weg, Bußgeld zu umgehen und weiterhin sicher unterwegs zu sein.

Wohnmobile mit einem Fiat-Ducato-Chasis sind zurecht sehr beliebt: Die Fahreigenschaften stimmen, die Technik passt, Ersatzteile sind leicht zu bekommen und die Ducato-Community ist sympathisch und groß.

Zudem ist die Inneneinrichtung komplett nach den eigenen Wünschen gestalt- und erweiterbar: Eine Solaranlage, Zusatzbatterien, größere Gas- oder Wassertanks, eine Klima- und eine SAT-Anlage – wer nicht schon von Werk ein komplett ausgestattetes Wohnmobil hat, stattet sich gern nach und nach mit mehr Komfort aus.

Wenn dann auch noch die Fahrräder dabei sein sollen oder man vielleicht bald nicht mehr nur zu zweit reist, ist dringend ein höheres zulässiges Gesamtgewicht nötig.

Auflasten des Ducatos

Auflasten – was heißt das überhaupt? Aufzulasten heißt, das serienmäßig eingetragene Gesamtgewicht (Gesamtmasse) bei gleichbleibendem Leergewicht zu erhöhen. Detaillierte Informationen zu Gesamt- und Leergewicht findest du in diesem Beitrag aus 2017.

Für den Fiat Ducato gibt es eine große Auswahl an Umbausätzen. Diese sind bei verschiedenen Firmen erhältlich (Auswahl am Ende dieses Beitrags). Dabei werden Auflastungen meist mit Zusatzblattfedern oder Luftfederungen durchgeführt. Auch für Bremsen sind entsprechende Umbausätze mit eingeschlossen.

Die rote Federung eines Wohnmobils in Nahaufnahme. Zum Auflasten muss oft die Federung getauscht werden.
Meist erfolgt die Auflastung durch Zusatzblattfedern oder Luftfederungen.                        © eggeeggjiew – fotolia

Vorteile des Auflastens

Das Auflasten hat nicht nur den Vorzug, mehr transportieren zu können: Kommt es zu einem Unfall, bei dem die Überladung als Ursache oder zumindest als Teilursachen bewertet wird, kann die Kfz-Versicherung die Zahlung verweigern.

Zudem kann eine Auflastung die Nutzungsdauer des Wohnmobils verlängern. Und sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirken. Warum ist das so? Wohnmobile verfügen meist über ein hohes Aufbaugewicht. Deshalb liegen sie häufig sehr nah an der maximalen Achslast – dementsprechend befindet sich das Fahrwerk beim Fahren in einem fast komplett eingefederten Zustand. Durch das Auflasten wird der Camper etwas höher gelegt und der Restfederweg nimmt zu.

Was es zu beachten gilt

Die Auflastung selbst kann durch den Hersteller erfolgen – dort besteht auch die Möglichkeit, zu überprüfen, ob das eigene Wohnmobil bereits aufgelastet wurde. Hierbei ist nicht nur das Gesamtgewicht relevant. Dies kann zwar stimmen, allerdings spielt die gleichmäßige Verteilung auf die Achsen eine große Rolle.

Wohnmobil-Hersteller konstruieren die Staumöglichkeiten nicht immer so, dass die Achslasten nach dem Beladen ausgeglichen sind. Das führt oft zu frühzeitigem Verschleiß und macht das eigene Fahrzeug zu einem Verkehrsrisiko.

Falls der Wohnmobilhersteller keine Auflastungen vornimmt, informiert der Hersteller des Basisfahrzeugs, unter welchen Bedingungen eine Auflastung stattfinden kann. Der Hersteller darf Freigabebescheinigungen aushändigen oder den Aus- bzw. Umbau von bestimmten Fahrzeugteilen zur Voraussetzung machen.

Dazu können z. B. Änderungen an Bremsen, Federn und Stoßdämpfern zählen. Teilweise sind auch tragfähigere Reifen nötig. Meistens werden mehrere Umbaumaßnahmen miteinander verbunden.

Wenn die benötigten Freigabebescheinigungen vorliegen, ist der nächste Schritt, die Auflastung vom TÜV beziehungsweise der DEKRA abnehmen zu lassen. Mit der Bescheinigung geht’s dann zum Straßenverkehrsamt, um die Fahrzeugpapiere zu ändern. Für beides entstehen je nach Abnahmeart und vorherigen Änderungen Kosten im Umfang von ca. 12 bis 60 Euro.

Einschränkungen durchs Auflasten

Die Freiheit, mehr laden zu können, führt auch zu Einschränkungen:

  • Viele müssen die eigene Führerscheinerlaubnis erweitern.
  • Es können höhere Mautgebühren anfallen.
  • Die Tempolimits für Lkw sind verpflichtend.

Pkw-Führerschein oft nicht ausreichend

Bei einer Auflastung auf über 3,5 t ergeben sich Konsequenzen bezüglich der Führerscheinerlaubnis. Fahrer, die ihren Führerschein vor 1999 erhalten haben, können auch nach dem Auflasten problemlos weiterfahren. Sie dürfen sogar Fahrzeuge mit bis zu 7,5 t Gewicht und einem 750 kg schweren Anhänger fahren.

Detailaufnahme eines Führerscheins; die Führerscheinklassen C, D1, D, BE, C1E, CE, D1E, DE, M, L und T sind zu erkennen.
Das Auflasten kann dazu führen, dass die Fahrschulbank erneut gedrückt werden muss.                      © A_Bruno – fotolia

Anders gestaltet sich die Lage, wenn der Führerschein erst nach 1999 gemacht wurde: Hier wird ab 3,5 t Gesamtgewicht eine Fahrberechtigung nach Führerschienklasse C1 verlangt.

Diese wird vorerst nur für fünf Jahre ausgestellt. Um die Eignung der jeweiligen Person zu bestimmen, sind eine augenärztliche sowie eine Gesundheitsuntersuchung verpflichtend. Die Untersuchungen müssen alle fünf Jahre wiederholt werden.

Inklusive aller Fahrstunden, der Prüfungsgebühren und der Einholung weiterer Unterlagen ist mit ca. 2000 Euro Kosten für die Führerscheinerweiterung zu rechnen – abhängig von Stundenzahl und Prüfungsversuchen.

Auf Lkw-Verkehrsregeln achten

Durch die Auflastung auf über 3,5 t fallen Wohnmobile in die rechtliche Regelung von Lastwagen. Dadurch gilt ein Tempolimit von 80 km/h außerhalb von Ortschaften sowie 100 km/h auf Autobahnen. Zudem gelten dieselben Überholverbote und der gleiche Mindestabstand wie für Lkw.

Eine Verbotsschild für die Durchfahrt von Lkw.
Mit mehr als 3,5 t gelten viele rechtliche Regelung von Lkw.                                                       © Benediximus – fotolia

ABS, TÜV und mehr

Seit 01.01.2001 sind ABS für Wohnmobile mit über 3,5 t Gewicht gesetzlich verpflichtend. Ausgenommen sind ältere Modelle, die vor dem 31.12.2000 zugelassen wurden und bis zu 3,8 t aufgelastet werden.

Zum TÜV geht’s dann alle zwei Jahre. Nach sieben Jahren fällt dieser Besuch jährlich an.

Zur vorgeschriebenen Sicherheitsausrüstung bestehend aus Warndreieck, Warnweste mit Kontrollzeichen und Verbandskasten kommt nach dem Auflasten eine Warnleuchte hinzu. Ab 4 t Gesamtgewicht sind zusätzlich Unterlegkeile vonnöten.

Beim Parken über Nacht und in geschlossenen Ortschaften ist eine Warntafel am Wohnmobil Pflicht. Auf Gehwegen ist Parken bereits ab 2,8 t Gesamtgewicht nicht mehr erlaubt.

Steuerunterschiede

Unter 3,5 t richtet sich die Kfz-Steuer nach Gewicht. Darüber orientiert sie sich zusätzlich an Lärm und Schadstoffen. Mit Schadstoffklasse S1 oder S2 kann sich diese Regelung als Vorteil herausstellen. Ist das nicht der Fall, steigt die Besteuerung. Die ausschlaggebenden Angaben sind im Fahrzeugschein unter der Kennziffer 33 zu finden.

Mautgebühren

Höhere Mautgebühren sind bei einem Gesamtgewicht von über 3,5 t in Frankreich und Österreich zu bezahlen. Auch die dortigen Bußgelder (z. B für Geschwindigkeitsübertretung) steigern sich analog.

Trotz der vielen Übereinstimmungen zu Lkw-Regeln müssen Fahrzeuge mit über 3,5 t Gesamtgewicht keine Winterreifen aufweisen, wenn keine winterlichen Straßenverhältnisse vorliegen. Wenn diese aber vorherrschen, sind vier Millimeter Mindestmaß für Winterreifenprofile Pflicht.

Speziell in Österreich ist bei über 3,5 t eine Go-Box nötig – zudem werden entsprechend der Kilometerzahl Gebühren erhoben. Die Gewichtskontrollen sind bei unseren Nachbarn akribischer als in Deutschland: Räder, Achsen und Gesamtfahrzeug haben jeweils eigene Gewichtsgrenzen. Eine Toleranz bei der Überschreitung des Gesamtgewichts gilt hier ebenfalls nicht.

Auflasten vermeiden?

Wenn du noch vor dem Erwerb eines Wohnmobils stehst, kannst du mögliche Kosten fürs Auflasten umgehen bzw. ein Fahrzeug wählen, dass deinen gewünschten Zuladungs-Anforderungen von Anfang an entspricht: Wichtig ist dabei, das reale Gewicht des Fahrzeugs in Augenschein zu nehmen.

Das Gesamtgewicht von Wohnmobilen wird von Händlern häufig im Serienzustand angegeben. Rechne deshalb vor dem Kauf auf jeden Fall infrage kommende Sonderausstattungen mit ein – oft kommt das fahrbare Zuhause ohne diese eh kaum aus.

Die sicherste Variante: Du fährst das Wohnmobil während der Testfahrt zum TÜV oder zur DEKRA und wiegst es – dann lässt sich auch besser kalkulieren, wie schwer die Ladung noch werden darf.

Oder doch Ablastung geplant?

Neben dem Auflasten kann ein Wohnmobil natürlich auch abgelastet werden. Darunter versteht man die spätere Verringerung des zulässigen Gesamtgewichts. Hierfür gibt es unterschiedliche Gründe:

  • Du planst den Kauf eines Wohnmobils, dass für deine Führerscheinklasse zu schwer ist.
  • Du planst einen (längeren) Aufenthalt in Frankreich oder Österreich und möchtest Maut sparen.
  • Du willst in eine andere Kfz-Steuerklasse.
  • Du hast keine Lust auf Lkw-Verkehrsregeln.
  • Jemand anderes soll dein Wohnmobil fahren, aber die Führerscheinklasse gilt nicht für Fahrzeuge über 3,5 t.

Letztlich solltest du dir genau überlegen, ob du tatsächlich stets unter den 3,5 t bleiben wirst (Mitfahrer, Gepäck, Camping-Utensilien etc.). Zudem ist eine eingeplante Zuladungsreserve immer sinnvoll.

Entscheidest du dich zur Ablastung, musst du das Gewicht ausreichend verringert. Danach fährst du zum TÜV. Nach dortiger Überprüfung erhältst du ein neues Datenblatt. Damit geht’s dann zur Zulassungsstelle. Das neue Gewicht wird eingetragen und das Typenschild geändert. Fertig.

Umbausätze zum Auflasten

Folgende Firmen bieten Umbausätze zum Verkauf oder zum Selbsteinbau:

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31 Gedanken zu “Auflasten und Ablasten vom Fiat Ducato: Vorgehen, Vorteile und Probleme”

  1. Hallo,
    wir haben uns einen Roadcar 540 (Bj. 2020) bestellt und dummerweise versäumt die Auflastung von 3,3t auf 3,5t (light) mitzubestellen. Nun ist es leider schon zu spät.
    Was brauche ich um die Auflastung-light, wie es Roadcar nennt eintragen zu lassen?
    Brauche ich für den TÜV ein Zertifikat (Freigabe, Gutachten) vom Hersteller?
    Kann ich das direkt bei Citroen anfordern (wir haben einen Jumper bestellt)?
    Was kostet sowas?
    Danke schon mal für die Unterstützung!
    Viele Grüße
    Willi

    • Hallo Willi,

      hier solltet Ihr Euch einmal bei Roadcar nach dem genauen Vorgehen erkundigen. Eine Auflastung muss auf jeden Fall eingetragen werden. Beim Jumper sind wir nicht so tief im Thema.

      Für Ersatzteile und ein Angebot benötigen wir die Fahrzeugnummer und Deine Adresse.

      Mit besten Grüßen

      Guido
      vom Ducatoschrauber

  2. Hallo,

    Kann man einen Ducato 3,5 Heavy tatsächlich auch nur durch entsprechendes Umschreiben in den Papieren auf 3,85 to. auflasten?

    Viele grüsse

  3. Hallo Tobi.

    Danke für den sehr guten Artikel.

    Wir sind kurz vor dem Kauf eines neuen Wohnmobils auf Fiat Ducato Basis.
    In den nächsten 5 Jahren werden wir normale 2-3 Wochen Urlaube damit machen
    und kommen mit 3,5t für 2 Personen plus unseren beiden Hunden knappaus.
    Danach geht es auf mehrjährige Reise, wofür wir natürlich mehr Auflastung brauchen.
    Würdest Du uns raten, statt dem Fiat Chassis 140PS(103kW) Automatik Euro 6d-Temp Gesamtgewicht 3,5t
    direkt das Fiat Chassis 160PS(118kW) Automatik Euro 6d-Temp Gesamtgewicht 4,4t zu kaufen
    und dieses dann vorerst auf 3,5t abzulasten?
    Gibt es evtl. Nachteile z.B. wegen Erhöhung des Leergewichts bei dem größeren Chassis ?
    Wie schätzt Du die Vorteile bzgl. des Fahrverhaltens ein?
    Wäre Dir sehr dankbar, wenn Du uns hier helfen könntest…

    Liebe Grüße
    Bettina

    • Hallo Bettina,

      wenn man die Möglichkeit hat, ein Fahrzeug mit höherer Nutzlast zu kaufen, ist das immer von Vorteil. Mann kann jedes Fahrzeug ablasten und später ohne weiteres wieder auflasten.
      In solch einem Fall entstehen nur Kosten für die Ummelde-Gebühren.

      Das Fahrverhalten kann ich leider nicht beurteilen.

      Schöne Grüße
      Guido
      Team Ducatoschrauber

  4. Hallo Tobi,
    ich habe ein Womo auf Ducato 250 Basis bereits auf 3,85to aufgelastet mit Luftfederung hinten von Goldschmitt. Zusätzlich habe ich dieses Jahr die Felgen-Reifenkombination von 15″ auf 16″ geändert Tragindex Q112. Ich wollte nun das Womo auf 4to auflasten dazu muss lt. Goldschmitt nur noch die vordere Federung geändert werden. Was mir dabei auffiel ist das auf dem im Womo eingeklebten Typenschild Achslasten vorne 1900 kg und hinten 2000 kg stehen, aber nach der Eintragung der neuen Felgen habe ich festgestellt das im Fahrzeugbreif Achslasten vorne 1950 kg und hinten 2240 kg eingetragen sind. Dazu 2 Fragen zählt die Eintragung im Fahrzeugbrief/schein bei einer Wiegekontrolle oder das Typenschild? Ich hatte die Auflastung auf 4to wegen der Achslasten vorgesehen, mein Reisegewicht bei 4 Wochen Urlaub ist ca. 3780kg vollgetankt und 50 Liter Wasser, macht die eigentlich noch Sinn?

    Einen schöne Gruß aus Krefeld
    Felix

    • Hallo Felix,

      die Achslasten werden immer angeglichen, je nach Höhe der Auflastung. Hierzu wird dann auch später ein Typenschild mit dem Auflastungsgutachten versendet, welches die geänderten Achslasten ausweist.

      Zur Ermittlung der vorderen Federverstärkung benötigen wir zwingend das tatsächliche Vorderachsgewicht “aktuell”. Hierzu bitte einmal mit dem normal beladenem Fahrzeug auf die Waage fahren und die Vorderachslast ermitteln. Danach können wir (die Augustin Group) bezüglich Material und Auflastung helfen.

      Der Kontakt mit Goldschmitt ist ja scheinbar schon vorhanden. Das ist auch gut so. Wenn Goldschmitt gesagt hat, dass nur vorne noch die Federn geändert werden müssen, kannst Du Dich auf die Aussage beruhen.

      Schöne Grüße
      Guido
      Team Ducatoschrauber

  5. Hallo libe ducatoschrauber.
    Ich überlege ob ich meinen Ducato 250 ;2013er Baujahr auf 3800kg auflasten lasse. Da hinten schon eine Luftfederung eigebaut ist wollte ich fragen, ob es möglich ist einfach so zum TÜV zu fahren um die Auflastung eintragen zu lassen? Ich meine die Federn vorne sind auch schon verstärkt. Da hab ich aber keinen Beleg drüber.
    Viele Grüße
    Thomas

    • Hey Thomas,

      der TÜV wird auf jeden Fall die Nachweise darüber sehen wollen, dass auch alle Elemente ordnungsgemäß und fachmännisch eingebaut wurden.
      Ohne den Beleg wird eine Eintragung der verstärkten Feder wahrscheinlich nicht möglich sein.
      Darüber hinaus benötigt man für eine Auflastung meist auch entsprechende Felgen und Reifen. Daher vermute ich, dass es nicht ohne weiteres möglich ist, eine Auflastung einzutragen.
      Ansonsten kannst Du ja mal beim TÜV anrufen und fragen, was alles benötigt wird.

      Liebe Grüße
      Hendrik vom Ducatoschrauber

  6. Hallo,
    Ich wollte heute unser Womo auf 3850 kg auflasten lassen.
    Im Fahrzeugbrief steht bei der Erstzulassungen 3500 kg.
    Da es sich wohl um ein Eu Fahrzeug handelt , wird bei der Wiedereinführung
    Ein neuer Brief ausgestellt worden sein, da auf allen Tüpenschieldern die 3850 kg von Hand durchgestrichen wurde, und mit 3500 kg nachgetragen.
    Der TÜV Mann braucht jetzt eine Bestätigung , dass ich das Wohnmobil wieder auf 3850 kg zulassen kann.
    Könnt Ihr mir sagen wo ich diese Bestätigung bekomme? An Hand der Daten kann der tüv Mann nichts finden .

    Mit freundlichen Grüßen

    Dieter

    • Guten Tag,
      Sie müssen eine Bescheinigung vom Hersteller des WoMo besorgen und damit zum TÜV und zur Zulassung gehen. Ein Umbau ist meist nicht erforderlich, aber sehr Sinnvoll. Bitte noch auf die Traglast der Reifen achten. Ich habe auch Aufgelastet und dafür eine Luftfederung eingebaut. Das kostet ca. 1000 Euro, ausser Sie brauchen noch anderere Reifen. Die Fahreigenschaften nach der Umrüstung sind echt toll. Das WoMo fährt sich wie ein PKW. Unabhängig davon geht es auch ohne die Umrüstung, wie oben schon beschrieben. Ich hoffe damit geholfen zu haben und wünsche viel Spaß mit dem WoMo. LG PH

  7. Hallo,
    ich wollte meinen Ducato Roadcar540 von 3,3 auf 3,5 to mit Zusatzluftfedern auflasten.
    Bei eBay habe ich einen Einbausatz von Staffatrade gefunden. Sie machten einen ordentlichen Eindruck und waren mit einem PIMOT-Zertifikat angeboten.
    Ich habe den Luftfederungssatz gekauft und einbauen lassen-alles kein Problem.
    Ich habe mir einen Termin beim TÜV besorgt und wollte die Zusatzfedern eintragen lassen.
    Da kam die große Überraschung: Das Zertifikat für die Federung ist in Deutschland nutzlos, somit können die Federn nicht eingetragen werden. Durch den Einbau, was eine Formänderung bedeutet, ist die Zulassung des Fahrzeuges erloschen. Ein sofortiger Ausbau ist erforderlich.
    Nach erfolgter Reklamation bei Staffatrade möchte die Firma die Federung nicht zurücknehmen, da sie ja nicht behauptet haben, daß die Federn TÜV-tauglich sind aber PIMOT-zertifiziert sind, was in Deutschland nutzlos ist.
    Auf meine Anfrage vor dem Kauf, ob die angebotenen Federn bei meinem Fahrzeug passen, haben sie mit “Ja” geantwortet.
    Es erfogte kein Hinweis, daß die Federung in Deutschland nicht zulässig ist!
    Fazit: Keine Zusatzluftfedern von Staffatrade kaufen!!

  8. Ein Fiat Ducato soll als Wohnmobil auf mind. 3850 kg besser mehr aufgelastet werden.

    Welche möglichkeiten habe ich.

    • Hallo Erik,

      sende uns hier am Besten einmal eine E-Mail an info@augustin-group.de,
      Idealerweise mit folgenden Infos:

      – Fahrgestellnummer
      – Ist ein reguläres Fiat- Chassis oder nicht ?
      – Fiat-Typenschild (zu finden im Motorraum)

      Dann geben wir Dir gern alle nötigen und passgenauen Daten zu den Auflastungsmöglichkeiten deines Wohnmobils.

      Viele Grüße
      Hendrik vom Ducatoschrauber

      • Hallo ihr Dukatoschrauber,

        ich habe ein mittelschweres Problem mit meinem Ducato Reisemobil ein Flair 8000 mit einem Zul. GG von 4000 Kg. Ich bin mal über die Waage gefahren und musste zu meinem Entsetzen feststellen. 4425 Kg.
        Habe mich dann an ein paar Werkstätten gewandt die mir sagten das die Fa. Goldschmitt da wohkl etwas liefern kann was dann die zu einer Auflastung eingebaut wird. Gesagt getan habe ich alle erforderlichen Unterlagen per Mail geschickt und bekam nach etwa 2 Wochen die Rückmeldung das man das Mobil wohl auflasten kann, das es aber die erforderlichen Bauteile nicht mehr gibt ????
        Es handelt sich bei diesem Mobil um einen Ducato 290 Zulassung 02/94 mit Alco Tieferrahmen und Tandemachse.
        Vielleicht könnt ihr mit weiter helfen oder mit sagen an wen ich mich wenden kann.
        Grüße aus Norddeutschland

  9. Danke für die Infos!

    Ich plane gerade den Kauf eines gebrauchten L5H3 (also der GANZ Große), welchen ich auf 3,5 t ablasten möchte.

    Der Ausbau allerdings wird recht umfangreich, wenngleich auch nur für zwei Personen, d.h. ohne “Fahr”-Sitzanlage in der Kabine.

    Dafür aber mit Diesel-Standheizung und Therme, drei Solar-Paneelen, Dachklima, aut. Sat-Anlage, 124-l-Frischwassertank, zwei klappbaren Längs-Festbetten und zwei großen AGM-Batterien…. allerings ohne Gasanlage (stattdessen ein kleiner mobiler Gasgrill) und Festeinbau-WC (stattdessen ein Porta-Potti). Solide und halbwegs crashsicher soll er außerdem werden, darüber hinaus vollständig gedämmt (Armaflex).

    Laut FIAT-Homepage komme ich nach der Ablastung auf eine verbleibende Nutzlast von rund 1.200 kg.

    Meinst Du, das könnte nach Deiner Erfahrung knapp werden oder kannst Du dazu keine Einschätzung geben?

    Danke! 🙂 Heiko

  10. Hallo,
    ich habe einen Ducato 250 Kasten L2H1 mit 3350kg zul. Gg. gekauft, der vorher als Werkstattwagen diese Last auch tragen musste.
    Ich habe den jetzt komplett leergeräumt, das Auto ist ohne Last recht unkomfortabel.
    Es sollen jetzt nur noch geringe Lasten transportiert werden.
    Welche Möglichkeiten gibt es zur technischen Ablastung auf 2800kg?
    Gruß, Thorsten

  11. Super hat mir sehr geholfen.
    Sind jetztig daran unser Wohmo Fiat Ducato Alko 1993 mit 3.1 t auf 3.5 auflasten zu lassen. Schwieriges vorhaben in der Schweiz. Da haben wir einen und der schickt uns eine Offerte über 6900 Fr. ohne MwSt. ist das wirklich Möglich
    mfg
    Astrid
    a.gamma67@gmail.com

    • Hallo Astrid,

      danke für deinen Kommentar. Leider kann ich nichts dazu sagen, wie die Preise in der Schweiz dafür sind.
      Mein Empfehlung: Auf jeden Fall noch 1 oder 2 Vergleichsangebote einzuholen.
      Dann bekommst du ein Gefühl dafür in welchem preislichen Bereich sich so eine Auflastung abspielt.

      Viele Grüße,
      Tobi vom Ducatoschrauber

  12. Hallo F L O .

    Diese, sehr!!! tolle Erklärung von Dir, ist absolute OberSpitze.

    Du beschreibst, superGut, was, in welcher Hinsicht, von Bedeutung ist.

    Ich habe sehr lange, nicht mehr soetwas , rundum ausgewogenes gelesen.

    Es.ist.wie.beim.Reifen.auswuchten.Rundum.klasse.

    An alle die hier lesen, das ist ein ehrlich Kommentar.

    Grüsse von Andreas , in Dänemark.

    Falls jemand ‘mal einen Tipp braucht, in Danmark,
    vom Bereich DK-Ringkøbing.

    Hesch@ProtonMail.com

  13. Hallo
    Neben den genannten Nachteilen kommen noch weitere hinzu. Die erhöhten Lasten gehen nämlich auf das gesamte Fahrwerk. Die Kupplung, Achsschenkel, Querlenker und Antriebswellen müssen ständig am Limit arbeiten und verschleißen deutlich schneller.
    Bremsanlagen werden in den wenigsten Fällen geändert. Bei voller Zuladung verlängert sich der Bremsweg entsprechend und der Verschleiß ist auch hier insgesamt höher.

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