Ducato I Typ 280/290

Baujahre 1982 – 1994

Giavanni Agnelli und Jean-Paul Parayre setzten im Jahre 1978 einen Vertrag auf, der mit ihren Unterschriften zu einer Erfolgsgeschichte in der Automobilbranche führte, welcher noch bis heute anhält und seines Gleichen sucht.
Fiat und die PSA Gruppe (Peugeot und Citroen) beschlossen damals als die ersten Vertreter der Automobilbranche, ein Fahrzeug gemeinsam zu entwickeln und fertigen zu lassen.
Diesem Zusammenschluss wurde der Name „Sevel“ gegeben (Societa Europea Veicoli Leggeri, übersetzt: europäische Nutzfahrzeug-Gesellschaft). Dieser Zusammenschluss ist noch bis heute aktiv.

Der erste Fiat Ducato I (Typ 280 – 1981 bis 1990) wurde im Jahre 1981 vom Band gelassen, zusammen mit seinen baugleichen Geschwistern Peugeot J5 und Citroen C25. Benannt ist er nach dem Dukaten, einer in Europa verbreiteten Münzwährung. Und auch der Ducato sollte sich später als wahres Goldstück erweisen.
Zudem wurde der Ducato in Italien von April 1985 bis Dezember 1989 unter dem Namen Alfa Romeo AR6 verkauft.

Das besondere an diesem Modell war, dass es mit einer 5-Gang Lenkradschaltung produziert wurden. Das brachte den Vorteil, dass die Fahrerkabine durchgehend begehbar war. Diese Idee wurde in den Folgejahren von immer mehr Herstellern übernommen.

Speziell für die Wohnmobilbranche wurden die Modelle nur mit Fahrgestell und Motor geliefert oder zusätzlich mit Cockpit, Sitzen und Frontverkleidung, die aber nach oben und hinten offen waren. Diese Varianten wurden später von den Wohnmobilherstellern zum Bau von Alkoven-Mobilen genutzt.

Weitere Aufbauvarianten waren:

  • Kastenwagen (verglast und unverglast)
  • Kleinbus
  • Pritsche

Im Jahre 1989 erweiterte das Joint Venture sein Angebot um ein Modell auf Ducato Basis mit verkürzten Radstand und 2,35 Tonnen Gesamtgewicht unter der Bezeichnung Talento. Das Fahrgestell bot auch für die Hersteller von Wohnmobilen interessante Möglichkeiten, sodass Hymer ein erstes Alkovenmodell auf das Fahrgestell setzte.
Im gleichen Jahr wurde der Ducato Typ 280 überarbeitet und es entstand der neue Typ 290. Die wesentlichen Änderungen wurden am Innenraum und an der Technik vorgenommen, zudem wurde der Fensterausschnitt in den Türen für eine bessere Rundumsicht verändert.

Somit wurde ab Juli 1990 bis hin zum Jahre 1994 nur noch der Typ 290 produziert, doch auch nach den ersten 12 erfolgreichen Jahren sollte die Erfolgsgeschichte weiter gehen.

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